Wenn wir jetzt nichts unternehmen, wird die Unterstützung der Wolle im neuen Landwirtschaftsgesetz wieder rückgängig gemacht. Ohne ein Engagement des Bundes landet die Schweizer Wolle wieder auf dem Müll. Wolle gilt nicht als Landwirtschaftsprodukt, geniesst deshalb keinerlei Schutz durch Zölle und wird seit langem zu sehr niedrigen Weltmarktpreisen gehandelt.
Eine von Longo Mai gestartete Petition und eine breite Mobilisierung der öffentlichen Meinung, hatten 2003 dazu geführt, dass die Agrarpolitik (AP) 2007 zu Gunsten der Wolle geändert wurde. Der neue Artikel (51bis) im Landwirtschaftsgesetz ermöglichte unter anderem den Aufbau neuer Initiativen zur Wollverwertung. In Bischofszell entstand so ein europaweit einzigartiges Unternehmen zur Herstellung von Isolationsfilz und- Platten, das schon heute mehr als 100 Tonnen Wolle verarbeitet. Jetzt wollen der Nationalrat und seit Ende März auch die Wirtschaftskommission des Ständerates die Unterstützung für die Verwertung der Wolle plötzlich wieder abschaffen. Eine Aufhebung des Artikels 51bis im Landwirtschaftsgesetz der AP 2011 würde die Wollverwertung in der Schweiz in ihrer Existenz bedrohen und die Anstrengungen der letzten Jahre zunichte machen.
Um dies zu verhindern haben wir zusammen mit anderen betroffenen Organisationen National- und Ständeräte angeschrieben (siehe Brief zum Herunterladen). Helfen Sie mit! Die ParlamentarierInnen werden in dieser Sache auf Sie hören, schliesslich sind sie in Ihrem Namen in Bern. Schicken Sie die beiliegenden Karten an die beiden Ständeräte Ihres Kantons sowie an zwei Nationalräte Ihrer Wahl (eine Adressliste von Stände- und Nationalräten Ihrer Region finden Sie auf dieser Website).